Warum vor der Eröffnung planen
Sobald sich der Markt bewegt, fällt klares Denken schwer. Kurse bewegen sich schnell, Chancen scheinen zu verschwinden und Emotionen übernehmen. Ein vorher geschriebener Plan verlegt die wichtigen Entscheidungen auf einen Moment, in dem du noch klar denken kannst.
Außerdem hast du damit etwas zum Reviewen: Hinterher vergleichst du, was du geplant hast, mit dem, was du wirklich getan hast.
Was in einen Tradeplan gehört
Für jedes Setup, das du heute traden willst:
- Ticker oder Instrument
- Bias: long, short oder neutral, und warum
- Wichtige Levels: Unterstützung, Widerstand, vorherige Hochs und Tiefs
- Entry-Trigger: das genaue Signal, bei dem du einsteigst
- Stop: der Punkt, an dem deine Idee nicht mehr stimmt
- Ziele: wo du Gewinne mitnimmst, in Schritten, wenn du skalierst
- Größe: wie viel du riskierst, idealerweise ein fester Betrag in R
- Auslass-Bedingungen: was dich diesen Trade liegen lassen lässt
Prüf zuerst den Kalender
News, Earnings und Zinsentscheidungen können den Charakter einer Session in Sekunden verändern. Schau dir an, was ansteht, bevor du planst, und entscheide vorher, ob du durch ein Ereignis hindurch tradest, es abwartest oder den Tag auslässt.
Auch dein eigener Kalender zählt. Ein kurzer Tag oder ein müder Morgen ist ein guter Grund, weniger Trades zu planen.
Halte es kurz
Ein Plan, den du nie zu Ende schreibst, ist kein Plan. Zwei oder drei Setups pro Tag, jeweils in ein paar Zeilen, reichen. Das Ziel ist Klarheit, kein Bericht.
Vergleiche Plan und Ausführung
Stell dir nach dem Trade eine Frage: Habe ich meinen Plan getradet? Ein Verlust nach Plan gehört dazu. Ein Gewinn, bei dem du den Plan gebrochen hast, ist eine Gewohnheit, die du nicht belohnen willst.
Über Wochen sagt dir der Abstand zwischen Plan und Ausführung mehr als deine Trefferquote.